Weihnachtssternchen

Nicht unerwartet gibt es zu dieser Jahreszeit – eine Weihnachtsseife. Der Wunsch ist schon älter; die Einleger wurden bereits Ende September gesiedet, aber bisher gab es noch nicht die zündende Idee. Nun hat es geklappt – die Einleger schauen aus der Seife raus, weil mit TS eingebettet. Der letzte Versuch mit TS ging irgendwie schief, weil das Zeug nicht schmelzen wollte. J

etzt kam sie in die Mikro und siehe da, nach Sekunden ganz brav flüssig! So gefällt’s.

Erst wurde ein Spiegel gegossen, dann die Sterne verteilt und dann der aktuelle Leim abwechselnd mit der restlichen TS in die Form gegeben. Es lauern noch mehr Einleger auf Verarbeitung, das wird wohl noch mal wiederholt.

Rezept: 150 Babassu, 145 Reiskeim, 130 Mandel, 100 Distel, 30 Rizinus, 13 Zitronensäure in der Lauge (Vorsicht: erst die Säure auflösen, dann langsam NaOH dazu – wird seeehr heiss). ÜF 8%

Filz in Form

Was haben wir denn da?! Da fiel ihr ein Platzdeckchen in die Hände, was zwei Sommer lang treue Dienste geleistet hat. Und dies hatte ein so hübsches Muster; geht das auch für Seife?

Versuch macht klug – erst mal zugeschnitten, dann mit farblosem Lack besprüht und dann in die Form versenkt. Seife drauf und warten… Bereit zum Ausformen wurde die Haut abgezogen und darunter kam ein zauberhaftes Seifenbaby zum Vorschein. Die Oberfläche teils rau vom Filz, die Blümchen glatt. Geht doch!

Die Seife selbst ist ganz natürlich, mit Tonerde Englisch rot und Ätherischen Ölen.

 

Maja Frühlingswind

2014 03 02 006Orange – grün – gelb – frühlingsblau, da will der Frühling kommen mit Windeseile! Seit längerem waren Annattosamen in Erdnussöl angesetzt und die Vorfreude auf ORANGE war groß. Allerdings würde es ja eine einfarbige Seife, da das Basisöl schon farbig daher kommt. Also Plan B: Weiteren Seifenleim angerührt – und natürlich eingefärbt. Ein schöner Swirl wie der Frühlingswind, beduftet mit Emporers of Love, und schon erhebt sich Maja, die Frühlingshafte.

Herausforderung Transparentseife

  Transparentseife, auch Glyzerinseife, ist eine Herausforderung für jeden Seifensieder. Und damit ist nicht gemeint, die fertig gekaufte Glyzerinseife einzuschmelzen! Glyzerinseife entsteht aus Seife, die heißverseift ist oder schon gebrauchsfertig. Damit reiht sich die TS in die Serie des Themas ein. Natürlich kann man auch unmittelbar vorher eine Heißverseifung (OHP) machen und daraus die Glyzerinseife. Dann ist es aber keine Resteverwertung bzw. Aufwertung vorhandener Seife.
Jedenfalls hat sie erst die OHP gemacht, ohne Überfettung. Dann gibt es eine seitenlange Anleitung, wie die TS entsteht. Die kommt hier nicht! Wichtig ist aber, dass man Alkohol nimmt, der mindestens 70% hat. Sie hatte noch Reste und es funktioniert auch Melissengeist.

6305178_f1f88c6acb_t6305099_24e8fcdc05_t6305100_333c25f350_t

Die Seife schäumte toll und war gut zum waschen. Rezept: 250 Schwein, 100 Kokos, 150 Rizi; heißverseift, keine Überfettung.
Für die TS nimmt man noch 130 Zucker, 50 H2O, 75 Glyzerin, 175 Alkohol

Zu Beginn der TS stand sie ganz schön im Rausch, da der Alkohol ja schnell verdampft. Dann hat sie ein kalt- feuchtes Schwammtuch auf den Deckel gelegt und es kondensierte und lief wieder in die Suppe.

Hier ein paar Bilder. Die Seife ist nicht ganz durchsichtig, weil sie noch rasant mit dem Pürierstab in der TS war. Da schäumt die Suppe dermaßen, dass sie es auch mit Aufsprühen von Alkohol nicht mehr bändigen konnte.

Felippa Goldschüssel

Auf Beutezug im Gartenmarkt hat sie doch auch die Ecke mit dem Bastelkram gefunden, war ja klar. Und dort gab es eine wunderschöne Form für Seifeneinleger. Oh, dass müssen die anderen glatt übersehen haben. Gut das sie auch in die Ecken schaut. Ans Herz gedrückt und den Kopf voller Ideen, schlich sie an die Kasse. Aber nicht, ohne vorher noch dreimal durch die kleine Bastelecke gestreut zu sein in der Hoffnung, es findet sich noch etwas wunderbares. Klar, zu hause gleich mal die Form ausprobiert. Die Farben sind Orangetöne. Sie hatte Annetto in Sonnenblumenöl angesetzt. Das lieferte die Frühlingsfarbe. In der Basisseife ist dann unraff. Palmöl verarbeitet, das ist auch schön orange.

Einleger

Hier sieht man erst mal die Einleger. Sie ließen sich supergut aus der Form nehmen. Fotos von der fertigen Seife…

FelippaGoldschüssel

Rezept: Einleger: 200 Schmalz, 100 Distel (high olec) 50 Kokos, 30 Rizi, 20 Sonne mit Annetto
Basisseife: 200 Schmalz, 100 Palm unraff., 50 Distel, 50 Kokos, 30 Rizi, 45 RapsRest, 40 Sonne mitt Annetto; 2EL Seidenprotein, 2 EL Ziegenmilchpulver

Die Seife duftet leicht zitronig: ÄÖ Litsea und HoHolz

Leider hat sie die ganze Oberfläche mit Alkohol eingesprüht, damit die Einleger halten. Das muss nicht sein und verändert auch die Farbe.

Beim Schneiden stellte sich raus, dass die Stücke unterschiedlich groß sind. Nun kann sie 6 verschieden große Schachteln basteln.

Und die Namensgebung! Sie nimmt jetzt mal ungewöhnliche Vornamen und denkt sich den Nachnamen passend dazu. Mit der Zeit und durch die menge an Rezepten kann sie jetzt die Seifen nicht mehr durch Hervorhebung der besonderen Zutat oder Technik zweifelsfrei benennen. Nun gut, eine Nummerierung gibt es auch, aber merkt man sich, dass Nr. 27 die Frühlingsseife mit den Einlegern und der Annettofärbung war??? Schöner: Felippa Goldschüssel.

Fuzzy Girl

Und

mal eine Seife mit Fusseln: Fuzzy Girl.
Versenkt hat sie Seifenspäne vom Glyzerinseifenprojekt in rosa Seifenleim.

Hier das Rezept:
150g Sheabutter, 250 Schwein, 100 Mandel, 150 Distel, 50 Kokos, 50 Kakaobutter, 30 Rizinusöl
Desweiteren Seidenprotein und die Lauge mit gefrorener Ziegenmilch angesetzt.
Farbe: dunkelviolett und brilliantrosa (behawe), Ti2O
Die Schöne duftet erfrischend zart nach Krauseminze, abgerundet mit Fenchel süß und Edeltanne; alles ätherische Öle.

Filzen

Na, was geht immer, außer seifeln? Seife filzen! Das dauert nicht ewig und macht großen Spaß (Stichverletzungen ausgeblendet).
Hier ein paar Fotos. Die runde Seife ist eine Salzseife, die etwas verunglückt aus der Form kam und daher verbessert werden sollte.

Lenya Lauterkeit

Marmorierungen standen bisher nicht zur Diskussion. Nun wurde aber eine schöne Schachtel (Verpackung von Glenfiddich) umfunktioniert und eine Topfmarmorierung hineingegeben. Und wie immer: Nix geht so wie geplant. Da dachte sie erst, dass der SL recht dünn sein sollte. Ok – aber auch in den Einzelbechern dickt der SL nach einiger Zeit an. Also war der Unterschied zwischen farbigem Leim und dem Rest im Topf von der Konsistenz eher unterschiedlich. Dann die Farbwahl! Rosa, hellblau, hellgrün in weißem Grund. Erstmal gibt hellblau und hellgrün ein türkis und zu wenig Unterschiede im Marmorieren, daher gab es zu wenig rosa.

The Holy Rose

Das Motto bei den Seifen könnte sicherlich sein: Erstens kommt es anders und zweitens… der Rest ist ja bekannt. Nun gab es da so zarte Rosenblütenformen und die kleinen Röschen sahen zauberhaft aus. Aber sehr klein. Also sollten sie in eine erwachsene Seife. Am besten mit einem transparenten Rahmen. Nun ja, für den Rahmen gab es irgendwie keine Form. Die Becherchen, die als Platzhalter fungieren sollten, waren zu leicht und kamen mir wieder entgegen. Da haben wir – ups – die Röschen einfach versenkt. Die Farbe der Seife ähnelt der Farbe Rosenholz und beduftet wurde sie mit Weihrauch und Myrrhe „Innocence and Myrrh“.  Da haben wir eine schöne Heiligkeit geseifelt.

The holy Rose

Hier das Rezept: 150 Macadamia, 100Avocado, 100Reiskeim, 100 Sonnenblume (sollte ursprünglich Soyaöl werden – das hab ich aber vom letzten Einkauf so gut verstaut, dass es nicht wieder aufgetaucht ist), 13 Zitronensäure, Seide, Tonerde englisch rot, Kokosmilchpulver. ÜF 8%. Erstmalig wurde Macadamiaöl und Avocadoöl verseift. Die Seife hat eine 1A-Haptik – schön glatt und fest.

Bestand: 0 von 6 (alle vergeben)

Avocado – grün und frisch

Der Plan ging eher dahin, farbig im grünen Bereich zu bleiben. Für „grün“ gab’s Spirulina. Vorher wurden Erkundigungen eingezogen, ob hier mit Problemen zu rechnen sei. Aber sollte es nicht, nur furchtbar stinken wie toter Fisch im Hafen. Aber Glück gehabt! Es hat nur etwas nach Tang am Strand gerochen, eigentlich also vielversprechend geduftet.

Mittels Trichtertechnik sollten am Ende verschieden grünfarbige Ringe rauskommen. Dazu sollte sowohl NaOH-Lauge als auch KOH-Lauge angesetzt werden, da mit KOH der SL dünnflüssiger ist. Na das war ja schon der erste Irrtum. Im Rezept ist auch Stearin, damit die Seife späterhin nicht so weich ist. Und kaum kam die Lauge dazu, dickte die ganze Sache schon gut an. Noch nicht einmal den PüStab in der Hand!!!! Na gut, Trichterseife gestorben. Also Plan B – Einleger. Davon gab es schon Vorräte. Und dann natürlich die Seifenformen.

Also hier das Rezept
Avocado Seife
Die Seife ist kaltverseift. ÜF 22%

1 Avocado => Fruchtfleisch zerdrücken, 1EL Mascarpone dazu und verrühren

Fette erwärmen: 200 Avocado, 400 Olive, 200 Reiskeim, 150 Mandel, 50 Rizinus
bei ca. 70°C die Stearinsäure dazu und auflösen.
Abkühlen lassen und bei ca. 40°C 50 Kakaobutter auflösen

Lauge bereiten, KOH Anteil 25% gerechnet wurde es auf die Fettmenge mit beiden. nächstens würde sie die NaOH-Lauge ausrechnen und dann einfach in diese Lauge noch mal 10% KOH geben. Aber bei dem ÜF aufpassen!

Weiter im Rezept:

Lauge langsam in die Fette geben, wie gesagt es dickt gleich an. Auch setzt sich etwas Öl nach oben, das ist aber bei KOH üblich. Also rühren. Und noch 1 EL Seidenprotein dazu.

1 TL Spirulina mit 1EL H2O angerührt und dann durch ein Sieb in den SL geben. Sie hatte erst die Farbe so, ohne Sieb, rein gegeben, da löst sich aber nix und es bleiben kleine Pünktchen.

Und letztendlich den SL in die Form und die Einleger naja eben einlegen.

Nächsten Morgen war die Seife recht weich. Also Kühlschrank und dann ausformen. Auch heut ist die Seife noch weich, daher unbeschnitten.